Kopfkino… nur anders
Vor einer ganzen Weile hab ich mal was über Kopfkino geschrieben und heute würde ich den Faden gern wieder aufnehmen… Kopfkino ist ne echt fiese Sache. “Positives” Kopfkino kann schon echt anstrengend sein, aber “negatives” Kopfkino kann einen den letzten Nerv rauben. Nur um mal den Unterschied klar zu machen, den ich da sehe… positives Kopfkino bringt uns grundsätzlich zum grinsen oder dazu, uns gut zu fühlen, negatives dagegen zeigt einen Sachen, die einen zum nachdenken bringen, die einen nicht mehr los lassen und lange beschäftigen… das kann alles sein, irgendwelche Sorgen und Ängste die man hat, aber auch so böse “was wäre wenn”-Geschichten…
Gestern war so ein Tag, da hätte ich gerne meinen Kopf auf die Tischplatte gehauen und gehofft, dabei irgendwie die “Off”-Taste zu erwischen… ehrlich, ich hab keine Lust mehr. Das ist anstrengend und echt nervenaufreibend. Nicht das ich glaube, dass mein Kopfkino so verkehrt ist, aber ich steh da echt nicht drauf, wenn mich sowas allzu lang beschäftigt… und noch schlimmer ist es, wenn niemand begreift… wenn ich zu keinem sinnvollen Ergebnis komme und es sich schlichtweg immer nur dreht… bis zu einem Punkt, an dem ich selbst die Notbremse ziehe, dann geht es eine halbe Stunde oder so und dann geht es wieder von vorne los…
Okay, zugegeben, meinen Gedanken zu folgen ist echt nicht immer einfach, ganz im Gegenteil aber… ach menno, ich merk schon wieder wie ich anfange mich selbst im Kreis zu drehen. Es ist ja echt nicht so, dass ich irgendwas unterstellen will, was nicht ist. Ganz im Gegenteil, ich habe Gott sei Dank eine Menge Vertrauen, dass nicht so leicht zu erschüttern ist, aber es gibt nun Mal Dinge, die passieren einfach. Die kann man nicht beeinflussen. Weder ich, noch sonst jemand. Und das sind die Dinge, die mir Angst machen. Das sind Sachen, die entziehen sich jeglicher Kontrolle. Und wenn man dann noch die viel gepriesene Fantasie besitzt, wenn man weiss, das Dinge fernab jeglicher Logik passieren können, dann hat man den Salat… oder das Kopfkino…
Und das wieder loszuwerden ist eigentlich fast unmöglich. Und ich brauche mir nicht nachsagen lasse, dass ich es nicht versuche. Ich habe mich gestern arg zusammen gerissen und war sogar noch verhältnismäßig ruhig, das blöde ist nur, solange ich ruhig bin, ist es irgendwo vergraben in der hintersten Ecke meines Kopfes und bleibt dort. Und es wird mich weiter quälen…
Wenn es dir nachts den Schlaf raubt, du ständig aufwachst und das erste an was du denkst dieses beschissene Kopfkino ist, das macht dich mürbe und das schlimmste daran ist, ich will das so nicht. Mir geht es gegen Strich, dass es ist wie es ist. Ich versuche es zu verdrängen aber es geht nicht. Es ist immer da, immer präsent, immer allgegenwärtig, nur kann ich schlichtweg nicht mit dem Finger drauf zeigen… vielleicht ist es auch wieder nur ein hausgemachtes Problem, ein zurückfallen in alte Muster und Gewohnheiten. Ich hätte Maurer werden sollen, ehrlich… und das schlimmste daran ist, dass ich ohne es verhindern zu können, andere Menschen verletze. Menschen die ich liebe, die ich nie verletzen wollen würde, geraten in meine Schussbahn und leiden mit… *seufzt*
Hach ja, ich liebe mein Leben, ehrlich. Es wäre doch echt langweilig, wenn alles perfekt und schön wäre. Leute, ich hab da mal eine Botschaft für euch: Geniesst euer Leben mit all seinen Geschenken, solange ihr könnt und egal welche fiesen Streiche euch eure Fantasie spielt, am Ende sind alle Fäden schon längst irgendwo verwoben und ihr könnt das Schicksal nicht ändern, selbst wenn ihr es wollt. Und selbst wenn am Ende der Geschichte kein Happy End steht… es muss noch lange keine schlechte Story sein
In dem Sinne verabschiede ich mich für heute… es reicht hin, Kopf ist zwar immer noch voll, aber was soll’s – hin und wieder ist auch das Schreiben kein Allheilmittel.
Posted on 21. Dezember 2011, in Alltag!!. Bookmark the permalink. Hinterlasse einen Kommentar.
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